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… meine wundervolle Buchhandlung

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Eigentlich sollte in diesem Urlaub Frank Schätzing mit “Breaking News” seine zweite Lesechance bei mir bekommen. Dann viel mir noch Richard David PrechtsErkenne die Welt: Geschichte der Philosophie 1“ kurz vor dem Urlaub in die Hände und was wurde es am Ende? „Meine wundervolle Buchhandlung“ von Petra Hartlieb, die mir beim stöbern in der Urlaubsbuchhandlung ins Auge sprang. Petra Hartlieb beschreibt kurzweilig, wie ihr Mann und sie in Wien über eine Buchhandlung „gestolpert“ sind und den Sprung aus einem jeweils sicheren Angestelltenverhältnis in das „Abenteuer“ Selbständigkeit wagen. Dabei beschreibt sie eher nüchtern und keinesfalls verklärt, mit welchen Tücken beide zu kämpfen hatten und wohl auch heute noch haben. Allen Widrigkeiten zum Trotz setzen sich beide mit ihrem Buchhandlungskonzept durch, inzwischen auch mit einer zweiten Buchhandlung, ebenfalls in Wien. Angestellte werden am Küchentisch nach Chemie und nicht nach Noten ausgewählt, eine familiäre Atmosphäre ist wichtiger, als Bonuszahlungen. Die Hilfsbereitschaft von Freunden und Bekannten sowie Fremden nimmt zuweilen Formen an, die im schönen Deutschland nur schwer vorstellbar erscheinen: Großfamilien wohnen auf kleinstem Raum während der Startphase; da hilft die Kundin schon einmal nach Feierabend den Laden aufzuräumen und der Manager von Welt befreit Nachts gegen 2 Uhr die Ladenmarkise vom Schnee. 

Wundervoll wird auch beschrieben, wie es den fleissigen Buchhändlern gelingt jüngeres „Internet-Publikum“ für den Kauf in der Buchhandlung zu gewinnen, anstatt den bekanntesten Internet-Buchhändler zu konsultieren (beide liefern innerhalb eines Tages). Ein bisschen muss dann aber doch gemeckert werden, denn „Meine wundervolle Buchhandlung“ ist bei eben jenem Buchhändler auch für dessen hauseigenen elektronischen Reader verfügbar. 

Petra Hartliebs „Meine wundervolle Buchhandlung“ sollte sich jeder „Ich habe tausend Euro gespart und wandere aus“ – Künstler einmal zu Gemüte führen, denn es wird deutlich, wer selbständig ist muss nicht nur arbeiten, derjenige muss viel, sehr viel arbeiten. 60 Stunden + x, mit dieser Gleichung dürften wohl viele „Deutschland ist mir zu anstrengend“ – Auswanderer überfordert sein. Trotz dieser 60 Stunden Wochen gelingt es den Hartliebs, den eigenen Nachwuchs in die richtigen Bahnen zu lenken bzw. lenkt dieser sich selbst in die richtigen Bahnen ohne dass es einer ständigen Überwachung bedarf – dies als Nachricht an all die Helikopter Mütter und Väter – Kinder werden groß, auch ohne Dauerüberwachung. 

Dieses Buch ist eine Hommage an alle, die Bücher lieben und sich nicht scheuen sich einfach einmal neu zu Erfinden, sich jederzeit bewusst, dass man auch komplett scheitern kann. Es ist eher nichts für die Bedenkenträger der Republik, die erst einmal tausendundeinen Grund finden, warum man lieber nichts neues macht. 

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… das richtige Buch zur richtigen Zeit

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So ist das im Urlaub. Man hat ein ziemlich intensives Lauf-Programm geplant, um dann irgendwann den ersten Marathon am 5. Juni 2016 in Duisburg zu überstehen und dann macht einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Glatteis seit zwei Tagen hier auf Norderney. Also habe ich mich gestern Abend schon gedanklich von meinen 12 Kilometern heute morgen verabschiedet und wäre wohl auch nicht dafür aufgestanden, wenn, ja wenn ich nicht gerade das Buch von Mike Kleiß:„More Power. Lauf dich frei!: Vom übergewichtigen Kettenraucher zum Marathonläufer – eine Erfolgsgeschichte“, lesen würde. Da bin ich gerade gestern an der Stelle angekommen, an der sich der Autor mit dem gleichen Thema konfrontiert sieht: „Glatteis“ und unzumutbare Wetterverhältnisse. Trotzdem hat er seine Laufschuhe angezogen und sein Training durchgezogen. Was soll ich sagen, genau das habe ich heute morgen auch gemacht und bin bei -4 Grad Celsius meines Weges gezogen bzw. gelaufen. Zugegeben, die drei Insassen in einem Auto des örtlichen Energieversorgers haben schon geschaut, denn ich war der Einzige (Irre), der bei dem Wetter unterwegs war – laufender Weise. Es hab natürlich noch ein paar Spezialisten, die in ihren SUV’s zu Lokalitäten der Insel geschlittert sind, aber zu Fuss habe ich erst auf dem Rückweg ein erstes Paar getroffen, das sich auf den vereisten Weg über die Insel gemacht hat. Es hat insgesamt super geklappt. Die Hinrunde ganz ohne Sturz, zurück meinte ich dann über einen Pferdeweg abkürzen zu müssen, das haben dann die vereisten Pferdespuren nicht goutiert. Was bleibt? Man muß manchmal eben zur richtigen Zeit das richtige Buch an der richtigen Stelle lesen, um sich zu überwinden. Es wird für niemanden ein großes Geheimnis darstellen, das die Familie da etwas anderer Meinung ist. Insbesondere, da der Akku meines Mobiltelefons nach 6 Kilometern aufgrund der Kälte dachte, es sei leer und sich abgeschaltet hat.

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… Silvesterurlaub mit dem Townie Fahrrad

Normalerweise nehmen wir ja unsere Fahrräder immer mit, wenn wir Urlaub an der Nordsee machen. Beim diesjährigen Silvesterurlaub auf Norderney dachten wir, dass wir uns einfach Räder leihen, für die knappe Woche Aufenthalt.

Da haben wir schon den ersten Kernfehler gemacht: „Einfach“ mal eben leihen, da ist der Ärger schon vorprogrammiert. Auf der Insel war nahezu jedes Fahrrad verliehen an die Touristenhorden, die hier über die Silvesterfeiertage einfallen. Bei Rad Peter hieß es dann… “dann müssen Sie ein „Townie“ nehmen”. Das klang erst einmal nicht ganz so positiv, aber weit gefehlt. Die luftbereiften Cruiser Fahrräder sind wohl das bequemste, was mir jemals untergekommen ist. Gewöhnungsbedürftig in der Optik und Sitzposition, aber dennoch vom Fahrkomfort eine Offenbarung. Das diese Fahrräder in die Kategorie „Cruiser“ eingeordnet werden, ist daher kein Zufall, mit Ausnahme des fehlenden Motorengeräusches fühlt man sich fast wie auf einer Harley. Wie sagt man jetzt der Familie, dass man so ein Rad auch zu Hause braucht? Frohes neues Jahr, mit oder ohne Townie.

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… einen MacBook Umzug

Tja, das war jetzt echt nicht bestellt. Nach gerade einmal vier Jahren war bei meinem Apple MacBookAir 11 Zoll irgendein Chip (die Schrauber unter Euch wissen bestimmt welcher das genau ist), der die Ladung des Akku kontrolliert defekt. Dieser ist fest mit der Hauptplatine des MacBookAir verbunden. Ein Austausch hätte ca. 800 bis 900 Euro gekostet. Da fällt die Entscheidung nicht schwer ein neues Gerät zu kaufen und das MacBookAir bei einem großen online Auktionshaus zu verkaufen, denn irgendein Schrauber und Lötkolben-Experte kann das bestimmt mit geringerem Kosteneinsatz wieder flott bekommen. Es wurde also ein neues MacBook 12 Zoll bestellt und die Auspack-Zeremonie war wie immer ein Genuss. Das MacBook ist noch einmal deutlich dünner, als das vier Jahre alte MacBookAir.

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Der Transfer der Daten auf das neue MacBook war, wie immer bei Apple, denkbar einfach. Von dem alten ein Time Machine Backup machen, beim Start des neuen “zurücklesen von Backup” wählen und 30 Minuten später ist man wieder im Geschäft.

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Der größte Zeitaufwand entstand dann beim Einlesen der E-Mails.

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Mein persönliches Fazit:

Der Umzug von einem Apple Produkt auf ein neues läuft, wie schon seit Jahren reibungslos, zuverlässig und mit geringem Zeitaufwand.

Aber: Wenn ein Produkt, das gegenüber einem handelsüblichen Windows Notebook fast das doppelte oder mehr kostet, dann darf es nicht nach vier Jahren schon unbrauchbar werden. Ferner ist es schwierig dem zahlungsbereiten Kunden zu vermitteln, warum beim neuen MacBook gleich mal zwei Schrauben der Bodenplatte fehlen. Die Qualitäts-Waage schlägt seit einigen Jahren immer mehr gegen Apple aus.