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… einen nicht gefinischten Marathon und wie man mit Achim Achilles die (Schreib)-Faulheit besiegt

Heute soll es sein, ein neuer Beitrag, nachdem ich den Blog jetzt mehr als ein halbes Jahr nicht bedient habe. Es gab tausend andere Dinge zu erledigen und Einschnitte zu verarbeiten, in den letzten Monaten. Unter anderem eine akribische Marathon Vorbereitung, die mich locker ins Ziel hätte führen müssen, wenn nicht bei KM 23 der Oberschenkel „zu“ gemacht hätte und nichts mehr ging. Hätte, hätte, Fahradkette…. ihr kennt den Spruch. Ganz schlecht für das Ego und eine andauernde „Null-Bock Phase“, was das Training angeht… insbesondere, wenn es im Oktober in Köln dann endlich klappen soll.

Was hat das jetzt alles mit Achim Achilles zu tun?

Wer ihn nicht kennt, Achim Achilles ist das gewählte Pseudonym von Hajo Schumacher (Journalist), unter dem er sich zu Themen rund um das Laufen äußert. Bisweilen böse frotzelnd, teilweise zynisch und teilweise messerscharf in der Analyse. Ich habe seine Bücher rund um das Thema Laufen verschlungen, nicht etwa, weil er brillante Neuigkeiten parat hätte, sondern weil er dem geneigten Laufsport-Leser, pointiert den Spiegel vorhält… und insbesondere weil er gerne über Walker lästert.

Letzte Woche also durfte ich, bei sonnigstem Wetter auf der heimischen Terrasse, einem Gespräch aus einem der nachbarschaftlichen Gärten folgen, in dem ein „Versicherungs-/Banken-Fuzzi“ versucht hat seinen lieben Verwandten irgendeinen Unsinn anzudrehen, damit sie „später Mal“ (Rente) „gut aufgestellt sind“. Dies erfolgte in einer derartigen Lautstärke, dass es nur zwei Handlungsalternativen gab. Da ich nicht zur Gewalt neige, schied Alternative eins aus. Alternative 2 war, Kopfhörer auf und sich Podcast Folge 21 von Achim Achilles anhören.

Da kam dann mein Buch-Tipp für die nächsten vielleicht drei Tage. „Hochdeutschland“ von Alexander Schimmelbusch.

Schimmelbusch schreibt lustig, böse und sehr klug. Sein Protagonist ist Investmentbanker und erkennt den Abgrund auf den sich Deutschland zu bewegt. Vortrefflich beschreibt er den Zustand unserer Regierungskaste und offenbart die Mechanismen des Investmentbanking mit spitzer, pointierter Feder. 213 Seiten, erschienen bei Tropen, die sich für alle lohnen denen diese Republik immer suspekter wird.

Informationen zum Buch:
Alexander Schimmelbusch: Hochdeutschland
ISBN: 978-3-608-50380-7
Tropen 2018

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. . . eine schottische Strandlektüre

Der Süden von Mallorca im November bei 20 Grad und Sonne satt, der ideale Ort um endlich mal wieder ein gutes Buch zu lesen und dann auch darüber zu schreiben. Soviel Glück mit dem Wetter hat „Sea Detective“ Cal McGill in seinem zweiten Fall „Der Soog der Tiefe“, von Mark Douglas-Home, erschienen bei Rowohlt, allerdings nicht. Wieder einmal hat es Cal McGill an die schottische Küste verschlagen, um Abstand von der Vergangenheit zu gewinnen und dennoch gleich in den nächsten Fall zu stolpern.

dav

Mark Douglas-Home findet einen sehr guten Anschluss an den ersten Teil der “Sea Detective“ Reihe und schickt seinen Protagonisten in ein gekonnt iniziiertes Familiendrama. Selbstzweifel sind Cal McGill auch in diesem Teil nicht fremd, dennoch überwiegt seine Neugier (nicht nur an der mitte zwanzig jährigen Violette) an der Aufklärung hoffnungsloser Fälle und die Liebe zum Beruf des Ozeanologen.

Spannend schildert er das Leben, der als Baby ausgesetzten Violette, die nach 26 Jahren, aufgrund eines Briefes sich auf die Suche macht, die Geschichte ihrer eigenen Mutter aufzuarbeiten. Dabei stößt sie auf massive Wiederstände in einem kleinen Ort an der schottischen Küste, insbesondere als klar wird, dass sich Violettes Mutter vor 26 Jahren unter umständen gar nicht das Leben genommen hat, wie von Polizei und Dorfbewohnern seinerzeit behauptet. Freund entpuppt sich als Feind, vermeintlicher Feind als Freund und Cal McGill? Der ist wieder mitten drin und klärt durch seinen ozeanologischen Sachverstand den Fall auf.

Eine lesenswerte Strandlektüre von Mark Douglas-Home.

Information zum Buch:

Mark Douglas Home: Sea Detective – der Soog der Tiefe

ISBN: 978-3499272479

Rowohlt 2017

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… ein Wiki gegen die Leseblockade

Es ist nicht lange her, da schrieb ich an gleicher Stelle über meine derzeitige Unlust mich mit diversen (langatmigen) Büchern zu beschäftigen. Was macht man da am besten? Wie im richtigen Leben, etwas Abstand suchen und zwischendurch etwas anderes machen. Durch Zufall stieß ich im Internet auf einen Beitrag, der sich mit dem Betrieb eines Wikis (in Anlehnung an Wikipedia) für die eigenen Zwecke beschäftigt. Da dachte ich mir, ob es wohl möglich ist einen Wiki mit meinem Blog zu verknüpfen, um aus der Kombination einen Mehrwert zu generieren.

Gesagt getan.

Meine Wahl viel auf das frei erhältliche Tool MediaWiki. Die Installation und Konfiguration ist für den (etwas) versierten Anwender einfach. Danach muss man sich mit der notwendigen Nomenklatur bei der Beitragserstellung auseinandersetzen. Diese erinnert eher an Programmierung (ist aber keine). Diese ist, auch für den “Nicht-Nerd” recht einfach zu erlernen. Unzählige Anleitungen gibt es im Internet.

Da ist also das Wiki zu schreibwasueber.de, erreichbar unter wiki.schreibwasueber.de.

Da ich mir gerne etwas Hüftgold anfuttere, um danach meine Jogging Einheiten und Halbmarathon Teilnahmen zu rechtfertigen, gibt es wohl keinen geeigneteren ersten Beitrag, als die Zubereitung einer Currywurst mit selbstgemachter Currysauce.

Mitmachen erwünscht.

To be continued.