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. . . eine schottische Strandlektüre

Der Süden von Mallorca im November bei 20 Grad und Sonne satt, der ideale Ort um endlich mal wieder ein gutes Buch zu lesen und dann auch darüber zu schreiben. Soviel Glück mit dem Wetter hat „Sea Detective“ Cal McGill in seinem zweiten Fall „Der Soog der Tiefe“, von Mark Douglas-Home, erschienen bei Rowohlt, allerdings nicht. Wieder einmal hat es Cal McGill an die schottische Küste verschlagen, um Abstand von der Vergangenheit zu gewinnen und dennoch gleich in den nächsten Fall zu stolpern.

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Mark Douglas-Home findet einen sehr guten Anschluss an den ersten Teil der “Sea Detective“ Reihe und schickt seinen Protagonisten in ein gekonnt iniziiertes Familiendrama. Selbstzweifel sind Cal McGill auch in diesem Teil nicht fremd, dennoch überwiegt seine Neugier (nicht nur an der mitte zwanzig jährigen Violette) an der Aufklärung hoffnungsloser Fälle und die Liebe zum Beruf des Ozeanologen.

Spannend schildert er das Leben, der als Baby ausgesetzten Violette, die nach 26 Jahren, aufgrund eines Briefes sich auf die Suche macht, die Geschichte ihrer eigenen Mutter aufzuarbeiten. Dabei stößt sie auf massive Wiederstände in einem kleinen Ort an der schottischen Küste, insbesondere als klar wird, dass sich Violettes Mutter vor 26 Jahren unter umständen gar nicht das Leben genommen hat, wie von Polizei und Dorfbewohnern seinerzeit behauptet. Freund entpuppt sich als Feind, vermeintlicher Feind als Freund und Cal McGill? Der ist wieder mitten drin und klärt durch seinen ozeanologischen Sachverstand den Fall auf.

Eine lesenswerte Strandlektüre von Mark Douglas-Home.

Information zum Buch:

Mark Douglas Home: Sea Detective – der Soog der Tiefe

ISBN: 978-3499272479

Rowohlt 2017