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… Lebens(um)gestaltung durch Mord „Made in Irland“

Das war, jedenfalls für mich, ein völlig neuer Ansatz von Romangestaltung. Gleich im ersten Kapitel meiner Urlaubslektüre von „Was wir getan haben“ wird der Leser mitgenommen in die Tiefen menschlicher Selbstverleugnung. Karen Perry (Karen Gillesce und Paul Perry) zeigen, wie sich ein dramatisches Ereignis der Kindheit auf das gesamte Leben der Protagonisten Katie, Luke und Nick sowie deren Umfeld auswirkt und es zu einem nicht erwartbarem Ende führt.

Karen Perry erzählen „Was wir getan haben“ aus den Blickwinkeln von Katie und Nick. Dabei brillieren sie in der Art und Weise der Darstellung der Selbstverleugnung zwischen den Akteuren bis zur Erkenntnis durch ein ebenso dramatisches Ereignis dreißig Jahre später.

Der Leser bleibt auf jeder der rund 380 Seiten fasziniert von der emotional tief gehenden Geschichte und legt das Buch erst nach Beendigung, nachdenklich, aus der Hand.

Spannungsliteratur „Made in Irland“ scheint auf dem Vormarsch zu sein. Nachdem ich mich im letzten Jahr mit den „Schweden“ beschäftigt habe, stieß ich in diesem Jahr in meiner Urlaubsbuchhandlung auf „Was wir getan haben“ von Karen Perry erschienen bei Fischer Scherz. Neben Tana French sind mit Karen Gillesce und Paul Perry zwei weitere lesenswerte irische Spannungsliteraten auf dem Markt, deren Werk von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert ist.

Informationen zum Buch:

Karen Perry – Was wir getan haben

Fischer Scherz 2016

ISBN: 978-3-651-024687

Veröffentlicht von

Ambitionierter Hobby-Fotograf, Autor, Literaturkritiker und kreativer Kindskopf.

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