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… Bloggen mit dem CloudBook- Zum ersten Mal ohne Apple MacBook


Das war ein Ding. Nach nicht einmal sechs Monaten hat mein Apple MacBook zwar nicht den Geist aufgegeben, aber von heute auf morgen keinen Sound mehr gespielt. Nach diversen Tests, mit negativem Ergebnis, habe ich dann das MacBook komplett neu aufgesetzt und es zum MediaMarkt gebracht. Im Ergebnis soll ich nun mindestens vierzehn Tage auf das reparierte Gerät warten (ich werde berichten). Die Übergangszeit sollte eigentlich mit einem Chromebook von Google überbrückt werden. In den lokalen Geschäften ist es in Deutschland leider nicht verfügbar. Somit viel die Wahl auf das CloudBook TP200SA von Asus. Diese CloudBooks sind extrem schwach ausgestattet (2 GB RAM und 32 GB für Daten). Dennoch haben diese Books eine Berechtigung, denn sie verfügen über eine enorme Akkulaufzeit und sind mit der Ausstattung für normale Tätigkeiten (Surfen, Bloggen, Mailen) mehr als gut bestückt.

Wirklich gut ist die Flip Funktion, dass man das CloudBook auch als TabletPC einsetzen kann.

Negativ anzumerken ist, dass seit meinem letzten Windows Rechner (2003) die Basis -Installations-Routinen der Hardware-Hersteller immer noch voll sind mit Fehlern. Erst der komplette Neuaufsatz des Betriebssystems sorgte für eine performante Nutzung. Insgesamt ist der Asus TP200SA bisher ein kleines, smartes Gerät, das man bei ca. 300 Euro Anschaffungskosten auch gefahrlos mit in den Strandkorb nehmen kann.



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… eine Teestube auf Baltrum und Drohnenland von Tom Hillenbrand

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Was macht man mit einem verlängerten Wochenende? Richtig, man nimmt die Familie fährt auf eine Nordseeinsel ohne Autos, genießt gute Tees und ein gutes Buch. Ersteres war schnell erreicht. Dieses Mal war die Nordseeinsel Baltrum das Ziel. Wie auf allen Nordseeinseln ohne Auto begann der Urlaub mit Betreten des Schiffes. Sofortige Entschleunigung des Körpers. Die Belohnung, eine der schönsten Nordseeinseln, von unserer Lieblingsinsel Spiekeroog einmal abgesehen.

Bei der Erkundung der Insel fanden wir dann ein nettes kleines Kaffee, das Kluntje. Hier wird man mit selbst gemachten Kuchen verköstigt, die ihres gleichen suchen. Die verschiedenen Tees erfreuten sogar unsere Tochter. Roibusch Sturmflut war das Getränk der Wahl. Gut, dass man die verschiedenen Teemischungen auch vor Ort kaufen kann, sonst wäre die Prinzessin jetzt vermutlich ungenießbar. Mehr dann zu Baltrum in meinem demnächst erscheinenden Bildband.

Was fehlte jetzt noch? Richtig ein gutes Buch. Das sollte Tom Hillenbrands „Drohnenland“ sein. Laut Sascha Lobo „..ein bedrückend, spannender Krimi“, „… der noch vor den Enthüllungen von Edward Snowden verfasst wurde.“.

Was soll ich sagen, recht hat er der Sascha Lobo. Auf 423 Seiten skizziert Tom Hillenbrand eine Welt in der vermutlich sehr nahen Zukunft, die wir uns auch heute schon hervorragend vorstellen können. Autonome Autos, dauerhafte Übertragung der Vitalfunktionen des eigenen Körpers, Tatortanalyse im Cyberspace und eine allgegenwärtige Regierung. Wie überall, wo die totale Überwachung herrscht bilden sich auch gegenläufige Tendenzen in Form von Mirrorspaces und rechtsfreien Räumen. Zu guter letzt ein Täter, den der Leser und auch der Hauptkommissar nicht bis (zu) spät ins Kalkül zieht und ein Spieler im Feld, von dem wir nicht hoffen wollen, dass er jemals zur Realität wird (oder ist er schon da?).

Kurzum: Tom Hillenbrand hat mit „Drohnenland“  ein Meisterwerk der Krimi Literatur geschaffen, das einen von der ersten bis zur letzten Sekunde in den Bann zieht und gleichzeitig, wie George Orwell in 1984, einen Blick in unsere unmittelbare Zukunft gezeigt, die unausweichlich erscheint sowie den Blick des Lesers dafür geschärft, dass nicht jedes Suchmaschinen Ergebnis auch den Tatsachen entspricht.

Darauf erst einmal einen Tee aus dem Kluntje.

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… China Girl – Neal Careys zweiter Fall von Don Winslow

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Nachdem ich London Undercover verschlungen habe, war ich gespannt, wie Neal Carey seinen zweiten Fall löst. Es endet, wie es beginnt, Neal Carey geht in die Einsamkeit, um sich selbst zu finden. Carey ist ein typischer Antiheld, das wurde schon in London Undercover deutlich. Er will sich seinem Literaturstudium widmen und eine Universitätskarriere anstreben. Doch auch in China Girl machen ihm die „Friends of the Family“ einen Strich durch die Rechnung.  Carey soll dieses Mal einen Professor, der aus Überzeugung und Liebe sein Land verlässt, zurück in die USA holen. Das gestaltet sich im China der siebziger Jahre nicht ganz einfach. Don Winslow lässt seinen Protagonisten rasant in einem Netz internationaler Komplotterie umherirren und gibt der Geschichte kurz vor einem spannungsgeladenen Ende eine dramatische, unvorhersehbare und (selbst)zerstörerische Wendung. China Girl ist ein von Suhrkamp neu verlegtes Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

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… Bücher in den Müll?

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Mit der durchaus polarisierenden Frage, ob man Bücher einfach mal so wegschmeißen darf beschäftigt sich der Kaffeehaussitzer in seinem Blog. Wenn ich mich einmal selber mit der Frage beschäftige, komme ich zunächst zu einem klaren „vielleicht“. Grundsätzlich gehöre ich einmal zu denen, die Bücher nicht wegwerfen. Allerdings gebe ich dem Kaffeehaussitzer recht, dass insbesondere Taschenbücher aus dem Bereich Belletristik, einmal gelesen und dann in den Schrank gestellt, einem irgendwann die Regale verstopfen (Der Erwerb des Amazon Kindle hat da deutliche Entschlackung gebracht – dessen Anschaffung durchaus auch polarisierend diskutiert werden muss). Dennoch schlummern derzeit hier auch rund tausend Exemplare, die einmal ausgedünnt werden müssten. Mein Weg der Entsorgung sieht da auch den Weg von Freunden und Bekannten bis hin zum öffentlichen Bücherschrank oder den Rotariern vor.  Kein Buch ist nach meiner Auffassung grundsätzlich so schlecht, dass man es komplett entsorgen muss. 
Allerdings halte ich es inzwischen, in leicht abgewandelter Form, mit Harald Schmidt, der vor einigen Jahren (Ihr erinnert euch noch an die Harald Schmidt Show? Erste Runde damals bei SAT.1.) formuliert hat „Ein Buch muss man nicht zu Ende lesen, wenn es einfach schlecht ist oder einem der Zugang fehlt. Dann wirf es einfach weg.“.  So ist es mir beispielsweise zuletzt mit Piet Klocke’s „Kühe grasen nicht, sie sprechen mit der Erde“ ergangen (Tut mir leid Piet). Da fehlte mir einfach der intellektuelle Zugang zum Inhalt. Also nach 65 Seiten Buch zu und ab in den öffentlichen Bücherschrank…. vielleicht findet sich jemand mit höherem Intellekt, der inhaltlich folgen kann. Zurück also zur Ausgangsfrage des Kaffeehaussitzers: „Darf man Bücher wegschmeißen?“. Nach meiner Auffassung Nein!
Anschließen müsste sich jetzt einmal die Diskussion „Auf der Suche nach dem Bücherregal in deutschen Wohnzimmern – eine aussterbende Spezies?“ – Ich hoffe nicht.